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59 Jahre Alpenverein St. Pankraz



Unsere Vereinsgeschichte
Nachgestöbert ...
 
Verein 
Nachgestöbert ...
aus dem Alpenvereinsjahresbericht von 1983
von Heinrich Gruber

Die ersten Alpinisten im Ultental ...

Die Jäger und Hirten - welche Gipfel haben sie damals schon bestiegen. Wir wissen nichts mehr darüber, niemand hatte es aufgeschrieben...

...dann am 12.07.1899, ein gewisser A. Burckhard meldet die erste Besteigung der Gleckspitze, am 15.08.1900 erstieg W. Hammer die Schrummspitze und das Stübele - doch blenden wir noch viel weiter zurück - bereits im fernen Jahr 1552 meldet der Edelmann Jakob von Boymont zu Payrsberg die erste Damenbesteigung "der hechsten Laugenspitz" - also bereits vor 400 Jahren; und wieder A. Burckhard - am 17.08.1895 erste touristische Gipfelersteigung des Hasenöhrls über den Westgrat, man steigt noch am selben Tag über den Nordgrat (Blaue Schneid) ab; Julius Payer ersteigt am 30.07.1868 zusammen mit J. Pinggera von der Dorigonihütte aus über die Westseite die Hintere Eggenspitze und erst 18 Jahre später erstieg der große Ortlerpionier Julius Payer erstmals den Zufritt über den Südwestgrad. Wiederum zusammen mit J. Pinggera und zwei Trägern; und noch ein Datum: bereits im Jahr 1854 soll die Vordere Eggenspitze anlässlich einer Militärtriangulierung von Süden (Sallentseite) aus erstiegen worden sein.

Doch bedenken wir hier einmal ...
keine Straße führte damals durch das Ultental oder durch die anderen Täler. Also dauerte eine Tour ins Ultental und auf seine Berge wohl an die zwei, drei und vier Tage.

Andere erzählen "Moaster Hans"
meine ersten Touren
1936 Bergtour auf die Pankrazer Hochwart
1937 Bergtour auf die Laugenspitze
1955 Gletschertour auf die Hintere Eggenspitze
1957 Gletschertour auf den Ortler im August - dabei waren damals auch noch der Bachmann-Sepp, der Wolder Willy und andere...

Der Pronter Willy erzählt
Eine Ortlerbesteigung am 16.08.1941 -
Am Donnerstag abends Abfahrt mit dem Radl von St. Pankraz und Fahrt bis Schlanders - Übernachtung - am Freitag weiter Trettour bis Trafoi und noch Aufstieg zur Payerhüte, am Samstag Aufstieg zum Ortlergipfel und noch am selben Tag wieder Rückfahrt bis Prad - am Samstag dann Heimfahrt bis St. Pankraz - dabei waren damals noch der Fosser Hans und der Egger-Lena Rudl.

Und einige Vereinstouren von damals '58 bis heute
Hochwart, Laugenspitze, Ilmspitze, Peilstein und manch anderer Gipfel des Ultentales waren immer wieder Ziel einer Vereinstour gewesen - Weißkugel und Via delle Bocchette -Brenta- '63; Hintere Eggenspitze '65; Zufritt '66; Nagel- und Geisterspitze '67; Tschenglser Hochwand und Hohe Weiße '68; Hasenöhrl '69; Cevedale '70; Tschigat '71; Peitlerkofel und Königsspitze '72; Marmolata '73; Presanella '75; Hirzer und Similaun '77; Hoher Angelus, Wildspitze und Viozspitze '78; Hochgall, Schneebiger Nock und Ortler sowie Piz Palù '79;

die Vereins-Viertausernder
Monte Rosa Massiv - Zumstiengipfel (4563 mt.), Signalkuppe (4556 mt.) im Jahr 1979;
Gran Paradiso (4061 mt.) im Jahr 1980;
Walliser Breithorn (4165 mt.) im Jahr 1981;
Wallis - Strahlhorn (4190 mt.) und Rimpfischhorn (4198 mt.) im Jahr 1982;

Pankrazer auf fernen Gipfeln
zum Götterthron - dem Berg Olymp in Griechenland;
zum Kebnekaise - dem höchsten Gipfel in Schweden;
zum Kilimanjaro (5900 mt.) - dem höchsten Gipfel Afrikas;
mit Skiern zu den Gipfeln des Ras Ouanoukrim (4030 mt.), Times-Guida (4089 mt.), Jbel Toubkal (4167 mt.) und Toumliline (3877 mt.) im hohen Atlas Gebirge in Marokko - Afrika;
zum Trisul (7120 mt.) - Skiexpedition in den Himal-Farwhal-Himalaya in Indien;
Ultner-Andentour '83 zum Iliniza Sur (5263 mt.), dem Cotopaxi (6001 mt.) und dem Chimborazo (6310 mt.) in Ecuador - Südamerika;

Jahrhunderte lang flößten die Berge dem Menschen Furcht ein, waren sie Wohnstätte der Götter, Geister und Dämonen. Dann vor etwa 200 Jahren begannen einige wagemutige Menschen diese "Wohnstätte" besser zu erforschen. Bald wurden die ersten Gipfel erstiegen; die Erschließung der Alpen - später der anderen Gebirge - begann. Zuerst suchte man den leichtesten Weg - waren diese einmal gefunden, wandte man sich schwierigen Anstiegen zu - ...
Dann tauchte plötzlich das Phänomen Erschließung auf und in wenigen Jahren hat man mehr erschlossen, mehr zerstört, mehr unwiederbringliche Natur vergeudet als all in den Jahrhunderten zuvor.
Unwiederbringliche Natur?
weil diese Natur Jahrtausende gebraucht hat um ihr heutiges Erscheinungsbild zu formen, zu bekommen - und weil wir nur allzu oft bereit sind, in wenigen Stunden all dies zu opfern, aufzugeben für ein Denken, eine Illusion - mitunter falsche Illusion ...


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